Willkommen zum Programm der 360Akademie!


 

In 2017 setzt unser Programm in den drei bewährten Themenfeldern "Immobilien & Technik", "Kommunikation & Führen" und "Persönlichkeit & Entwicklung" zwei übergreifende Schwerpunkte in den Bereichen "Technik" und "Team". 

Zum einen stellen wir uns den planerischen und rechtlichen Auswirkungen der Digitalisierung sowie ganzheitlichen Lösungen im Bereich Energiekonzepte und Gebäudeautomation. Zum anderen widmen sich wie ewa die Workshops "Lean Construction" und "Teamwork Bau" den Schnittstellen der Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams - im Seminar "Virtuelle Kommunikation" verbinden sich beide Themenkreise. Darüber hinaus ergründen Workshops den guten Umgang mit Zeit sowie Strategien mit der wachsenden Komplexität leben zu lernen.

Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über alle in 2017 angebotenen Seminare in unserem Jahreskalender. Darüber hinaus werden wir aktuell Themen aufgreifen und ergänzend zum offiziellen Programm anbieten. Hier finden Sie auch die Programmhefte zum Download von 2016 und 2015.

Auch im Namen unseres interdisziplinären und inspirierten Referententeams freuen wir uns über Ihren Besuch auf unserer Seite und auf Ihre rege Teilnahme an unseren Veranstaltungen!

 

Donnerstag, 28.09.2017 von 09:00 - 17:00 Uhr / AUSGEBUCHT!

Referentin: RA Elke Schmitz

Schnittstelle Objektplanung – Fachplanung: Leistungen kennen, koordinieren, integrieren – Risiken reduzieren

Gebühr: 298 € / Anerkannt durch die AKBW für die Fachrichtungen Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur mit einem Umfang von 8 Unterrichtsstunden für Mitglieder und Architekten/Stadtplaner im Praktikum

Je größer und komplexer die Projekte, umso kostenträchtiger fällt mangelndes Schnittstellenmanagement ins Gewicht. Termine, Kosten und Qualität stehen auf dem Spiel – und damit potenzielle Haftungsrisiken im Raum. Nicht umsonst typisiert auch die HOAI 2013 Koordinations- und Integrationspflichten als klassische Schnittstellenleistungen innerhalb der Grundleistungen - vornehmlich in Anerkennung von deren preisrechtlicher Relevanz.

Inhalt, Umfang und Reichweite potenzieller Koordinations- und Integrationspflichten  –  und damit (haftungs-)rechtlich relevanter Schnittstellenverantwortlichkeit - bestimmt sich jedoch maßgeblich nach den Grundsätzen der werkvertraglichen Erfolgshaftung: entscheidend für deren Ermittlung stehen der Vertragsauslegung zu klärende Planungsaufträge unter Berücksichtigung „vertragsbegleitender“ konkreter Projektbedingungen somit häufig im Wege.

Auch wenn Rechte und Pflichtenkreise stets nur unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalls bestimmt werden können, bietet die Rechtsprechung wertvolle Leitlinien, um Haftungsrisiken zu identifizieren und diese für eine konstruktive Vertragsgestaltung nutzbar zu machen.

Das Seminar richtet sich gleichermaßen an Architekten, Ingenieure, Projektsteuerer sowie planende Fachunternehmen. Auf Grundlage einschlägiger Rechtsprechung gewinnen die Teilnehmer Kenntnisse über die rechtliche Einordnung und Handhabung von Schnittstellenrisiken aus der Perspektive der unterschiedlichen Akteure und bekommen praxistaugliche Instrumente einer auf Risikostreuung bedachten Vertragsgestaltung an die Hand.

Inhalte des Seminars:
• Grundlagen und Einführung
• HOAI 2013 – Koordinations- und Integrationsleistungen von Objekt- und Fachplanern
• Welche Koordinations- und Integrationsleistungen sind werkvertraglich geschuldet?
• Aufklärung, Beratung, Dokumentation – Haftungsbefreiung durch Erfüllung von Hinweispflichten
• Pflichten und Haftung der Beteiligten auf Planungs- und Ausführungsebene
• Risiko Gesamtschuld  –  wer haftet für was?
• Vertragspraxis  – Objekt- und Fachplanervertrag

Donnerstag, 12.10.2017 von 09:00 - 17:00 Uhr

Referent: Prof. Dr. Peter Fischer

Gebäudeautomation im Kontext der „Digitalisierung der Energiewende“ - oder wie schließe ich ein Smart Building an das Smart Grid an?

Gebühr: 298 € / Anerkannt durch die AKBW für die Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur mit einem Umfang von 8 Unterrichtsstunden für Mitglieder (nicht Architekten/Stadtplaner im Praktikum)

Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird die Energiewende planbar, kosteneffizient und nachhaltig erfolgreich durch die am 08.07.2016 beschlossenen Gesetzesvorhaben „Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017“ (EEG 2017), „Strommarktgesetz“ und das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“. In den Medien ist bereits eine kontroverse Debatte dazu entbrannt, sie zeigt mehrere Fragen auf wie z. B.:
• Wie sind diese Gesetze zustande gekommen?
• Was kosten diese Gesetze die Energieerzeuger, Energieverteiler, Messstellenbetreiber und Energieverbraucher?
• Was machen die anderen europäischen Staaten?
• Welchen Einfluss haben diese Gesetze auf die Gebäudeautomation?

Das Seminar kann erste Antworten auf diese Fragen geben - die Vermittlung der Hintergründe der Gesetze und der Begrifflichkeiten, die in diesem Zusammenhang verwendet werden, und ihre Auswirkungen für die Anwendungsbereiche auf die Gebäudeautomation in der Praxis stehen dabei im Fokus.

Zielgruppe für dieses Seminar sind Planer und alle Akteure an den Schnittstellen zur Systemintegration von Gebäudeautomation wie etwa Teilnehmer aus dem Bereich Facility Management. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Umsetzung der „integralen Planung“ (falls sie stattgefunden hat) in ein energieeffizient arbeitendes Gebäude mit heterogenen Systemkomponenten in allen Gewerken, die miteinander kommunizieren, Daten austauschen, steuern und regeln. Wer an der Idee zu diesem ganzheitlichen Ansatz arbeitet, erhält mit dem Seminar eine theoretische Basis und praxisnahe Anregungen für die Bearbeitung zukunftsfähiger Projekte.

Inhalte des Seminars:
• Grober Überblick über die drei genannten Gesetze und deren Bezug zur Gebäudeautomation
• Zusammenfassung der wichtigsten europäischen Normen für diesen Bereich
• Erläuterung der Schnittstelle von Smart Grid zur Gebäudeautomation
• Kommunikation zwischen Smart Grid und Gebäudeautomationssystem
• Gegenüberstellung der Use Cases des Smart Grids zu den Funktionen der Gebäudeautomation
• Auswirkungen auf die Kommunikationsprotokolle der Gebäudeautomation
• Ausblick – Politik und Praxis

Donnerstag, 09.11.2017 von 09:00 - 17:00 Uhr

Referent: Dipl.-Ing. / BA Jens Schlüter

Führen, Planen und Gestalten im innovativen Facility Management

Gebühr: 298 € / Anerkannt durch die AKBW für die Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur mit einem Umfang von 8 Unterrichtsstunden für Mitglieder (nicht Architekten/Stadtplaner im Praktikum)

Das Seminar soll dem Teilnehmer einen anderen Blickwinkel ins Facility Management (FM) aufzeigen. Der Facility Manager ist mehr als nur verantwortlich für Wartung/Instandhaltung oder Reinigung. Vielmehr handelt es sich um eine strategische Aufgabe mit hoher Leistungstiefe und Einfluss auf die Stellung des gesamten Unternehmens am Markt. Letztlich hat das FM einen direkten Einfluss auf den Nutzer wie etwa auf die Arbeitsumgebung eines Mitarbeiters und damit auf die Attraktivität des Arbeitgebers.

Im Seminar werden Beispiele und Denkanstöße gegeben zu FM als Schlüsselinstrument einer ganzheitlichen und damit zukunftsfähigen Immobilienstrategie – von der Entwicklung, über die Planung bis hin zum Betrieb. Hierzu werden auch internationale Organisationsstrukturen aufgezeigt und wie das Führen von interaktiven aber remoten Teams auch Einfluss auf die FM-Organisation nach sich zieht. Das Seminar richtet sich gleichermaßen an Architekten, Projektentwickler, Immobilienfachleute und Planer, wie auch an Bauherren und Immobilienbetreiber.

Neben Vortragseinheiten werden die Inhalte auch gemeinsam in Workshops erarbeitet.

Inhalte des Seminars sind u. a.:

  • Definition des modernen Facility Managements
  • digitale Instrumente im FM, webbasiertes Managementtools vs. CAFM-Systeme
  • Datenmanagement und welche Daten werden eigentlich benötigt
  • Energiemanagement
  • moderne Arbeitswelten und kulturelle Unterschiede
  • Flexibles Arbeiten und was FM dazu beitragen kann
  • FM als Instrument der Nutzer-/Mitarbeiterbindung, Services und Amenities der Tech Unternehmen
  • Remotes Arbeiten in Teams und wie wird dies gesteuert, Internationalität
  • Organisationsstrukturen
  • Grundsätzliches zum FM

Donnerstag, 16.11.2017 von 09:00 - 17:00 Uhr + telefonische Transferbegleitung / AUSGEBUCHT!

Trainer: Jonas Geißler

Umgang mit Komplexität – Strategien entwickeln für die Praxis im Team und am Arbeitsplatz

Gebühr: 795 € / Anerkannt durch die AKBW für alle Fachrichtungen mit einem Umfang von 8 Unterrichtsstunden für Mitglieder und Architekten/Stadtplaner im Praktikum

Das Thema Komplexität ist – wie könnte es anders sein – komplex! Besonders in stark verdichteten Arbeitssituationen mit einem hohen Maß an Interdependenzen zwischen den unterschiedlichen Akteuren und ihren Verantwortlichkeiten kann das Gefühl aufkommen, der Lage nicht mehr gewachsen zu sein. Dabei liegt der Schlüssel für reibungsloses, effektives und nicht zuletzt zufriedenes Arbeiten in einem kompetenten Umgang mit Komplexität.

In diesem Seminar nähern wir uns diesem komplexen Themenfeld. Gemeinsam setzen wir Impulse für einen kompetenten Umgang mit Komplexität und erarbeiten konkrete Umsetzungsstrategien für die eigene Praxis.

Inhalte des Seminars:
• Mechanismen der Komplexitätsreduktion erkennen: menschliche Wahrnehmung, mentale Landkarten, Konstruktivismus, neuronale und soziale Musterbildung, Vertrauen.
• Identifikation und Erweiterung eigener Komplexitäts-Bewältigungs-Muster - situative Analyse.
• Komplexität und Selbstwirksamkeit: Reiz-Reaktions-Kreisläufe, Grundmotive und die Rückgewinnung der Souveränität.
• Komplexität begegnen - statt sie zu bewältigen.
• Erarbeitung von konkreten Strategien im veränderten Umgang mit Komplexität zur Umsetzung für die eigene Praxis.
• Kollegiale Beratung der persönlichen Anliegen
• Umsetzungsplanung und persönliches Chance Management

Als Transferangebot beinhaltet dieses Seminar im Nachgang für jeden Teilnehmer ein 45-minütiges, persönliches Telefoncoaching. Dieser Austausch dient zur Reflektion der bis dahin erlebten Erfahrungen mit dem neuen Umgang mit Komplexität. So lassen sich bei Bedarf die entwickelten Strategien oder auch Ziele anpassen. (Den Telefontermin vereinbaren Teilnehmer und Trainer während des Seminars.)